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Elektronisches Lastschriftverfahren ganz ohne Risiko

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Elektronisches Lastschriftverfahren ganz ohne Risiko

Zahlungsausfälle beim elektronischen Lastschriftverfahren sind mit aufwendigen Inkassoverfahren verbunden, die uns viel Zeit und Nerven kosten. Wie kann ich als Händler diesen Aufwand reduzieren?

 

Adam
Schuhhändler aus Neuss

Antwort von Christian Jung, Director Risk Management bei Concardis

„Bitte hier unterschreiben“ – ob im Lebensmittelmarkt, im Schuhgeschäft oder beim Juwelier, das Bezahlen mit Debitkarte und Unterschrift ist aus dem Einzelhandel nicht wegzudenken. Das Elektronische Lastschriftverfahren (ELV) macht‘s möglich und ist schnell sowie unkompliziert für Händler und Verbraucher. Anders als beim Electronic Cash-Verfahren (EC), bei dem über eine PIN-Eingabe die Kontodeckung des Verbrauchers direkt geprüft wird, erhält der Händler beim ELV jedoch keine Zahlungsgarantie. Konkret heißt das: Ist das Konto des Kunden nicht gedeckt oder veranlasst dieser nach der Abbuchung eine Rückforderung, trägt der Händler das Ausfallrisiko. Die Folge: Möchte der Händler sein Geld haben, muss er ein aufwendiges Inkassoverfahren einleiten. Dennoch bevorzugen viele Händler das ELV, weil es kostengünstiger als das EC-Verfahren ist. Woran das liegt und wie die beiden Bezahlverfahren funktionieren, erklären wir hier.

ELV vs. EC: Worin liegt der Unterschied?

VerfahrenBeschreibung
Electronic Cash
- EC -
Beim EC-Verfahren autorisiert der Karteninhaber die Abbuchung des Betrages über die Eingabe der PIN. Dabei übernimmt die kartenausgebende Bank eine Zahlungsgarantie für alle positiv autorisierten Beträge, die innerhalb von 7 Tagen zur Einreichung gebracht werden – d.h. der Händler erhält den ausstehenden Betrag gutgeschrieben. Für die Zahlungsgarantie zahlt der Händler ein entsprechendes Entgelt (Girocard-Gebühr) an die kartenausgebende Bank.

Elektronisches Lastschriftverfahren
- ELV -

Das ELV entspricht einer Einzugsermächtigung: Mit Unterschrift auf dem Kassenbon wird dem Händler die Erlaubnis erteilt, den Betrag einzuziehen. Der Zahlende verpflichtet sich zur „Bereitstellung des in Rede stehenden Betrages“ von seinem Girokonto. Ist das Konto beim Einzug nicht gedeckt, wird der Betrag zurückgebucht (Rücklastschrift) – der Händler erhält kein Geld. Für ELV-Abbuchungen fallen keine Gebühren an.

CLV+: Lastschriftverfahren mit Zahlungsgarantie

Um Händlern sowohl Zahlungssicherheit als auch günstige Konditionen zu bieten, hat Concardis das gesicherte Lastschriftverfahren CLV+ entwickelt. Dabei übernimmt Concardis das Risikomanagement für alle Zahlungen mit Debitkarte und Unterschrift sowie das Ausfallrisiko bei Rücklastschriften.

Concardis bewertet bei jeder Kartenzahlung das Risiko des Zahlvorgangs und entscheidet, ob eine Zahlungsbestätigung per Unterschrift (CLV+) ausreicht oder eine PIN-Eingabe (Girocard) notwendig ist – durch die optimierte Auswahl der Verfahren wird das Ausfallrisiko erheblich reduziert. Sollte es dennoch einmal zu einem Zahlungsausfall durch eine Rückbuchung oder ein nicht gedecktes Kundenkonto kommen, übernimmt Concardis die gesamte Bearbeitung und Abwicklung der Rückforderung – der Händler muss sich um nichts kümmern und erhält natürlich immer den vollen Betrag. CLV+ ist damit genauso komfortabel und sicher wie das EC-Verfahren, aber deutlich günstiger.

Alle Vorteile für Händler im Überblick

  • Keine Zahlungsausfälle durch Rückforderungen
  • Übernahme des Risiko- und Forderungsmanagement durch Concardis
  • Kostengünstige Alternative zum EC-Verfahren mit PIN-Eingabe
  • Schnelle, einfache und kundenfreundliche Abwicklung am POS
  • Keine Investition in neue Hardware notwendig

Sie interessieren sich für das gesicherte Lastschriftverfahren CLV+ oder haben Fragen zu Kartenzahlungen allgemein? Wir beraten Sie gerne!

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