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Ein Jahr Alipay in Deutschland: Vom Pilotprojekt zum Erfolgskonzept

Ein Jahr Alipay in Deutschland: Vom Pilotprojekt zum Erfolgskonzept

 

„Nǐhǎo“ – „Hallo“ auf Chinesisch, das hören Händler in Deutschland aktuell immer öfter. Der Grund: Die Anzahl an chinesischen Touristen steigt stetig. Meist sind sie nur wenige Tage in der Stadt, sehen sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an und kaufen von der Schneekugel bis zur teuren Luxusuhr all das, was sie gerne als Andenken oder Geschenk mit nach Hause nehmen möchten. 

An der Kasse wird dann ganz selbstverständlich das Smartphone gezückt, um den Einkauf zu bezahlen – Routine für Chinesen, denn Mobile Payment gehört im Reich der Mitte schon seit geraumer Zeit zum Alltag. In Deutschland ernteten asiatische Gäste dafür oft verdutzte Blicke der Verkäufer, denn mit dem Handy an der Ladenkasse zu bezahlen ist hierzulande noch unüblich – auch wegen fehlender Bezahlmöglichkeiten. Auf Apple Pay, Samsung Pay oder Android Pay warten Verbraucher in Deutschland noch immer. Und doch kommt langsam Bewegung in den Markt: Die Alipay-App, die beliebteste mobile Bezahlmethode der Chinesen, hat vor rund einem Jahr Einzug in den deutschen Einzelhandel gehalten – mit Unterstützung von Concardis. Und das mit großem Erfolg.

Alipay-Akzeptanz an über 1.000 Verkaufsstellen

Smartphone raus, QR-Code auf dem Terminal scannen, Zahlungsbetrag bestätigen, fertig – so können Chinesen in Deutschland mittlerweile vom Souvenir über die Hotelübernachtung bis zur edlen Goldkette alles bezahlen. Concardis macht das heute bereits bei über 250 Händlern an rund 1.000 Verkaufsstellen möglich. Alles begann im September 2016 mit einem Pilotprojekt: Frankfurt, Hamburg, Köln – an diesen drei Standorten startete das Juwelierhaus Wempe als erstes deutsches Unternehmen gemeinsam mit Concardis mit Alipay an der Ladenkasse. 

Seitdem folgten namhafte internationale Markenhersteller wie Gucci, Dolce & Gabbana oder Timberland. Sie alle bieten ihren chinesischen Kunden das Bezahlen mit der aus der Heimat vertrauten Bezahlmethode. Dabei wurden innerhalb des ersten Jahres Umsätze zwischen zehn Euro und 14.000 Euro pro Transaktion über die Bezahl-App abgewickelt.

Ganz wie daheim

Bezahlen ist nicht gleich Bezahlen – wer schon einmal in einer chinesischen Metropole war, weiß, dass dort Bargeld und Kartenzahlung eine untergeordnete Rolle spielen: Ob an Kiosk- oder Supermarktkasse, die Akzeptanz von mobilen Bezahlmöglichkeiten ist in Peking, Shanghai und Co. stark verbreitet. Selbst die Geldgabe für Straßenmusiker erfolgt mitunter cashless per Smartphone. Die Bezahl-App Alipay gehört dabei mit einem Marktanteil von 80 Prozent im Mobile Payment Sektor fest zum chinesischen Alltag. Warum also asiatischen Gästen bei ihrem Deutschlandbesuch nicht auch den Bezahlkomfort von Zuhause bieten? Das macht Shopping im Ausland noch einfacher und fördert Gelegenheitskäufe.  

Die kaufkräftige Kundschaft wächst vielerorts weiter: Allein 2016 übernachteten laut statistischem Bundesamt rund 2,6 Millionen Gäste aus dem Reich der Mitte in Deutschland, Tendenz steigend. Sie bringen viel Geld mit nach Deutschland – Bei einem Besuch in der Touristenmetropole München werden zum Beispiel durchschnittlich 513,- Euro pro Tag fürs Shopping ausgegeben. Große Marken wie die Outdoor-Ausstatter Jack Wolfskin oder The North Face haben diesen Trend bereits erkannt. Seit circa einem Jahr können Asiaten in den Stores auch hierzulande mit Alipay bezahlen.

Schnelle und flächendeckende Rollouts

 

Der Erfolg von Alipay seit der Einführung in Deutschland zeigt sich auch in der guten Händlerresonanz. Alle Händler, die in Kooperation mit Concardis Alipay an ihrem POS implementierten, haben sich bereits nach einer kurzen Testphase dafür entschieden, die Bezahllösung auch an weiteren Vertriebsstandorten in den Zahlungsmix mitaufzunehmen. Die schnelle und einfache Einrichtung am POS durch Concardis war dabei ein wichtiger Faktor: In nur zwei bis drei Werktagen nach Abschluss des Akzeptanzvertrages ist das Bezahlen per Alipay möglich. Das klappt auch deshalb so schnell, weil Händler nicht erst in eine neue Infrastruktur investieren müssen, ein einfaches Software-Update reicht in den meisten Fällen aus.

Gerade Tourismuszentren, Outlets oder Flughäfen sind beliebte und vielbesuchte Orte von asiatischen Gästen beim Deutschlandbesuch. Wer hier als Händler die richtige Payment-Lösung anbietet, kann punkten, denn die App hilft chinesischen Touristen dabei, per Standortermittlung Alipay-Akzeptanzstellen in der Nähe ausfindig zu machen. Gleichzeitig dient sie als Marketing-Tool: Händler können Rabattaktionen und Gutscheine direkt via App an ihre Zielgruppe kommunizieren. Ist ein Kunde dann in der Nähe des Shops, erhält er eine Push-Nachricht, die ihn über das Angebot informiert. Und das lohnt sich: Über 500 Millionen Menschen weltweit nutzen die Payment- und Lifestyle-Anwendung bereits aktiv, Tendenz weiter steigend.

 

Alipay auch in der Schweiz und den Benelux-Ländern

Eins ist sicher: Die Touristenzahlen aus China nehmen weiter zu. Und damit werden für Händler passende Bezahllösung für ihre internationalen Kunden immer wichtiger. Nach dem großen Erfolg in Deutschland und Österreich, ist der natürliche nächste Schritt für Concardis der Rollout von Alipay in der Schweiz und den Beneluxländern. Zusätzlich soll das Angebot an Alipay-fähigen Terminals ausgeweitet werden. Neben dem stationären Terminal H5000 und dem mobilen Terminal Vx680, wird in Kürze auch die mPOS-Lösung Optipay Zahlungen per Smartphone und Alipay-App unterstützen. Ein freundliches „Xièxie – Danke“ ist dem Verkäufer im Laden dann in jedem Fall sicher.

 Sie haben viele Kunden aus Asien? Gerne beraten wir Sie zu Alipay und unseren internationalen Bezahllösungen. Kontakt: service@concardis.com

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