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Unified-Commerce-Ansatz unterstützt Unternehmen dabei, die steigenden Anforderungen im Payment zu erfüllen.

Das Magazin „The Paypers“ hat sich mit Wilco Slabbekoorn, Senior Vice President der Nets Group, zusammengesetzt, um mehr über das Verbraucherverhalten nach der Pandemie und über die Zukunft des Zahlungsverkehrs zu erfahren. Lesen Sie das vollständige Interview vom 29. Juni 2021.

 

The Paypers: Sie haben Ihre neue Position als SVP für Retail Europe bei Nets erst kürzlich angetreten. Was hat Sie dazu bewogen, bei Nets einzusteigen, und welche Aufgaben umfasst Ihre Position im Unternehmen?

Die Nets Group zählt derzeit zu den führenden Zahlungsanbietern in Europa. Sie verarbeitet jährlich viele Milliarden digitale Zahlungen und zugehörige Dienstleistungen. Durch die Förderung von Innovationen und einen starken Fokus auf das Entwickeln neuer Produkte und Dienstleistungen strebt die Nets Group jeden Tag danach, Transaktionen für die Verbraucher zu vereinfachen und intuitiver zu gestalten. Und auch der nächste Schritt in der Unternehmensentwicklung wurde bereits gemacht: Die Fusion mit dem italienischen Zahlungsanbieter Nexi ist seit dem 1. Juli abgeschlossen. Gemeinsam werden die beiden Unternehmen ihren Weg fortsetzen, um den führenden paneuropäische PayTech-Anbieter zu entwickeln.

Diese Herausforderungen reizen mich sehr. In meiner Position bin ich dafür verantwortlich, eine internationale „Retail“-Vertriebsorganisation aufzubauen. Ich unterstütze sehr anspruchsvolle lokale und internationale Einzelhändler bei ihrer Omnichannel-Transformation in einem schnelllebigen, dynamischen und immer digitaler werdenden Umfeld, in dem die Verbraucher über alle Vertriebskanäle hinweg ein reibungsloses Einkaufserlebnis erwarten.

 

The Paypers: Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Wie wird Ihrer Meinung nach das Verbraucherverhalten nach der Pandemie aussehen?

Auch wenn zahlreiche Verbraucher bereits vor 2020 den Leitgedanken „Digital First“ verfolgt haben, hat die Corona-Pandemie das Verbraucherverhalten nachhaltig digitaler gemacht. Da es in dieser Zeit nur möglich war, online einzukaufen, haben sie sich daran gewöhnt, wie komfortabel es ist, Produkte von zu Hause aus zu kaufen. Sie haben es zu schätzen gelernt.

Unser E-Com Report für die Region DACH 2020 zeigt, dass mittlerweile sogar in Deutschland mehr Menschen es bevorzugen, online einzukaufen anstatt im Laden. Auch in der neuen Normalität nach der Corona-Pandemie werden viele Verbraucher ihr Verhalten beibehalten und weiterhin online einkaufen. Darüber hinaus ist den Verbrauchern zunehmend ein nahtloser Übergang zwischen Online und Offline wichtig. Für Einzelhändler und Dienstleister gilt es nun, sich an diese neue Normalität anzupassen.

Die Präferenzen in Bezug auf Zahlungen unterscheiden sich jedoch von Land zu Land. Dies hat sich zuletzt auch in unserem internationalen E-Commerce Report 2020 bestätigt, der sich mit den entsprechenden Entwicklungen in acht Ländern beschäftigt hat, in denen wir tätig sind. Das zeigt: Auch wenn wir das Ziel verfolgen, zum führenden europäischen PayTech-Anbieter zu werden, müssen wir im Rahmen unserer Herangehensweise noch immer lokale Anforderungen unserer Kunden beachten.

 

The Paypers: Welche Auswirkungen ergeben sich für die Haupteinkaufsstraßen? Wie können Einzelhändler und Marken die Attraktivität ihrer Geschäfte für Kunden steigern?

Die wirtschaftlichen Probleme, Unsicherheiten und Veränderungen in Bezug auf das Verbraucherverhalten infolge der Corona-Pandemie hat Unternehmen im Jahr 2020 dazu gezwungen, schnell zu reagieren und ihre Geschäftsmodelle anzupassen. Sie mussten ihre Vertriebskanäle in kürzester Zeit überdenken. Unternehmen, die heute auch im Internet sichtbar sind und sich nicht mehr nur auf den Vertriebskanal konzentrieren, sondern den Kunden in den Mittelpunkt stellen, können die Kunden mit einer für sie zugeschnittenen Ansprache wieder in ihre Geschäfte locken – mit individuellen Angeboten und einem kanalübergreifenden Einkaufserlebnis. Es geht darum, einen fließenden Übergang zwischen den Vertriebskanälen und ein ansprechendes Marken- und Produkterlebnis zu schaffen. Weitere wichtige Aspekte sind Treueprogramme sowie Up- und Cross-Selling-Möglichkeiten für die Retail Community. Während der Pandemie hat der Verkauf über Social Media rasant zugenommen. Denn immer mehr Verbraucher nutzen Social Media, um beim Einkauf Produkte zu finden und mit Marken zu interagieren. Viele Marken wie Nike, Sephora, Rituals oder Douglas haben das bereits unter Beweis gestellt.

Umgesetzt werden kann all das mithilfe eines sogenannten Unified-Commerce-Ansatzes. Unterschiedliche Unternehmen und Unternehmensformen können in einem System zusammengeführt werden – sogar über Ländergrenzen hinweg. Für Einzelhändler, die in mehreren Ländern tätig sind, spielt es keine Rolle mehr, ob jemand Laufschuhe mit einer Kreditkarte in Italien kauft, sie von Deutschland aus in einem Online-Shop bestellt oder die Premiumversion der zugehörigen Training-App in Frankreich bucht. Alle Käufe werden über dasselbe Zahlungssystem abgewickelt und können über ein einheitliches und vollständig automatisiertes Reporting ausgewertet werden.

The Paypers: Welche Aspekte haben in diesem Kontext für Zahlungsanbieter höchste Priorität?

Da Verbraucher zunehmend kartenbasierte Zahlungen, mobile Geldbörsen und andere digitale Zahlungsmöglichkeiten gegenüber Bargeld bevorzugen, sollten alle Händler – auch KMU – die Digitalisierung vorantreiben und ihr Angebot anpassen, um diese neuen Anforderungen zu erfüllen. Zahlungsanbieter stehen vor der Herausforderung, ein zukunftssicheres Zahlungserlebnis zu definieren und umzusetzen, dass es Händlern ermöglicht, den Verbrauchern ein nachhaltiges, einheitliches Einkaufserlebnis zu bieten. Das Payment ist dann ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal in Bezug auf das CRM und den Customer Lifetime Value. Darüber hinaus suchen insbesondere große Unternehmen zunehmend nach grenzübergreifenden Zahlungslösungen, die in ganz Europa genutzt werden können. Gleichzeitig werden sich die Verbraucherpräferenzen hinsichtlich der Bezahlung aber weiterhin von Land zu Land unterscheiden. All das führt zu einer stark erhöhten Nachfrage, aber auch zu steigenden Erwartungen an das Payment und diejenigen, die für deren Abwicklung zuständig sind.

 

The Paypers: Wie wird sich der Zahlungsverkehr für Einzelhändler in den kommenden drei Jahren entwickeln?

Der Fokus der Zahlungsanbieter wird weiterhin darauf liegen, den Kunden größtmöglichen Komfort zu bieten. Die Händler müssen ihnen entsprechend dem Unified-Commerce-Ansatz über alle Vertriebskanäle hinweg ein einheitliches und – im Idealfall – weniger sichtbares Zahlungserlebnis ermöglichen.

Darüber hinaus wird es immer mehr neue Zahlungsmethoden geben, die ein nahtloses Checkout-Erlebnis bieten. Dazu zählen mobile Terminals in Geschäften, herunterladbare Terminals für Smartphones, In-App-Zahlungslösungen und Zahlungen mit QR-Codes. Entscheidend wird es für Einzelhändler sein, den richtigen Mix an Zahlungsoptionen für das jeweilige sozialdemografische Profil der Kundenlandschaft anzubieten.

 

Über Wilco Slabbekoorn
Wilco Slabbekoorn ist Senior Vice President für den europäischen Einzelhandelssektor bei der Nets Group. Er arbeitet direkt mit Kunden an ihren strategischen Themen, um ihr Wachstum und ihre internationale Expansion voranzutreiben. Bei Nets ist Wilco Slabbekoorn für den Aufbau einer internationalen „Retail“-Vertriebsorganisation zuständig. Er unterstützt dabei, Einzelhändlern bei ihrer Omnichannel-Transformation zu helfen. Zudem fungiert er auf dem Markt als Nets-Botschafter für den Einzelhandel.

 

 

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